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EU-Vorschriften & Verordnungen

PED 2014/68/EU

Erfahren Sie, wie die Druckgeräte-Richtlinie PED 2014/68/EU die Maschinenhersteller beeinflusst. Klassifizierung, Risikostufen, Dokumentation und praktische Beispiele. Vollständiger Leitfaden von der Noex Academy.

Druckhaltende Einrichtungen

PED (Pressure Equipment Directive) 2014/68/EU gilt für alle Produkte, die unter einem maximal zulässigen Druck von über 0,5 bar arbeiten - von Kesseln und Hydrauliksystemen bis hin zu Rohrleitungen, Ventilen und Tanks. Ziel ist es, Explosionen, Materialversagen und Austritte zu verhindern, die ernsthafte Unfälle verursachen können.

PED verlangt, dass Sie als Hersteller Ihre druckhaltenden Einrichtungen gemäß festgelegten Risikokategorien klassifizieren, konstruieren und mit dem CE-Zeichen versehen.

Pädagogische Übersicht - Grundlagen in PED

  1. Was umfasst die Richtlinie?

PED gilt für:

  • Druckbehälter (Tanks, Kessel, Akkumulatoren)

  • Rohrleitungen und Rohrsysteme

  • Sicherheitseinrichtungen (Ventile, Sensoren, Sicherheitsvorrichtungen)

  • Komponenten, die Druck ausgesetzt sind (Flansche, Verbindungen, Rohrteile)

Ausnahmen: Feuerlöscher, Fahrzeugkomponenten, Aerosoldosen und bestimmte Wärmetauscher.

Denken Sie so: Wenn etwas "Gas, Flüssigkeit oder Dampf unter Druck hält" - dann fällt es wahrscheinlich unter PED.

  1. Klassifizierung - wie das Risikoniveau bestimmt wird

PED unterteilt Ausrüstungen in Kategorien I-IV je nach:

  • Druck (PS)

  • Volumen (V)

  • Medium (Gas, Flüssigkeit, Dampf)

  • Gefährdungsgrad (Klasse A, B)


Kategorie

Risikoniveau

Bewertungsmethode

Anforderungen

SEP

Gute Ingenieurpraxis

Keine CE-Kennzeichnung (informell)

Dokumentation reicht aus

I

Niedriges Risiko

Eigenbewertung

CE-Kennzeichnung erforderlich

II

Mittleres Risiko

Benannte Stelle teilweise involviert

CE + Zertifikat

III

Hohes Risiko

Vollständige Qualitätskontrolle

CE + benannte Stelle

IV

Sehr hohes Risiko

Modul G/H - vollständige Systemprüfung

CE + Drittanbieter-Zertifizierung


Noex-Tipp: Die Kategorie steuert alles - von der Entwurfsmethode bis zur Dokumentation.

  1. CE-Kennzeichnung gemäß PED

Um gemäß PED CE-zu kennzeichnen, sind folgende Anforderungen notwendig:

  1. Klassifizierung des Produkts (Kategorie I-IV)

  2. Auswahl der Bewertungsmodul (A-H)

  3. Durchgeführte Risikobewertung

  4. Kontrolle und Prüfung

  5. Erstellung der technischen Dokumentation

  6. Konformitätserklärung

  7. Kennzeichnung mit CE und relevanten Informationen

Beispiel: "CE 0123" zeigt, dass das Produkt gemäß PED von einer benannten Stelle zertifiziert ist (0123 = TÜV SÜD)

  1. Dokumentationsanforderungen

Technische Unterlagen gemäß Anhang III müssen enthalten:

  • Zeichnungen und Materialspezifikationen

  • Berechnungsunterlagen (z.B. EN 13445 für Druckbehälter)

  • Test- und Inspektionsprotokolle

  • Risikobewertung (Explosion, Bruch, Korrosion)

  • Herstellungskontrolle und Qualitätsplan


Technische Übersicht - PED für Fachleute

Artikel 4: Abgrenzung und Anwendbarkeit

PED gilt für druckhaltende Einrichtungen und verbundene Systeme ("Assemblies").

Druck wird definiert als: "Der höchstzulässige Druck (PS), der vom Hersteller festgelegt wurde, ausgedrückt in bar."

Für Rohrleitungen gelten spezielle Tabellen in Anhang II, die die Kategorie abhängig von DN (Durchmesser), PS und Mediumtyp bestimmen.

Beispiel: Ein Rohrsystem DN100, PS = 15 bar, Gas - Kategorie III gemäß Tabelle 6.

Anhang I - Wesentliche Sicherheitsanforderungen

Anhang I legt 18 Anforderungsbereiche fest. Einige zentrale Beispiele:

  • 1.1 Allgemein: Ausrüstung muss während der vorgesehenen Lebensdauer sicher sein.

  • 2.2 Material: Nur zugelassene Materialien mit Zertifikat (EN 10204-3.1).

  • 3.1 Prüfdruck: Ausrüstung muss auf mindestens 1,43 x PS geprüft werden.

  • 4.2 Sicherheitsventile: Müssen gegen den Maximaldruck des Systems geprüft werden.

  • 5.2 Kennzeichnung: CE, PS, TS (Temperatur), Hersteller-ID und Jahr.

Beispiel - hydraulischer Akkumulator (Kategorie II)

Szenario: Ein gasgefüllter Akkumulator in einem Hydrauliksystem (PS = 250 bar, V = 2 Liter).
- Klassifizierung: Kategorie II, Gas unter Druck.
- Modul: B + D (Typprüfung + Qualitätskontrolle).

Der Hersteller muss:

  • Entwurfsberechnungen gemäß EN 14359 durchführen

  • Prüfdruck- und Lecktests durchführen

  • Mit CE und relevanter Info kennzeichnen:

    • CE 0477 250 bar / 2L / PED II / Ausgenommen Flüssigkeitsgruppe 2

  • Testprotokolle mindestens 10 Jahre lang archivieren

Qualitätsanforderungen

Für Kategorien III-IV ist ein Qualitätssystem gemäß ISO 9001 oder gleichwertig erforderlich, das von einer benannten Stelle geprüft wurde.

Es umfasst:

  • Materialkontrolle

  • Schweißverfahren (WPQR/WPS)

  • Zerstörungsfreie Prüfung (NDT)

  • Rückverfolgbarkeit


Folgen bei Nichteinhaltung der PED-Vorschriften

  • Verkaufseinschränkungen und Rückrufe

  • Austritts- oder Explosionsrisiken

  • Strafrechtliche Verantwortung im Falle eines Unfalls

  • Maßnahmen von Marktüberwachungsbehörden

  • Widrige Zertifikate

Beispiel: Im Jahr 2023 wurden mehrere Kompressoren in Deutschland zurückgerufen, da ihre geschweißten Behälter kein genehmigtes Materialzertifikat gemäß EN 10204 hatten.

Häufige Fehler, die zu vermeiden sind

  • Falsche Druckklassifizierung - insbesondere bei kleinen Volumen mit hohem Druck

  • Fehlen von Materialzertifikaten

  • Keine Verweisung auf die richtige Norm (z. B. EN 13445, EN 13480, EN 13486)

  • Unzureichende Prüfung oder fehlende Dokumentation

  • Verwechslung zwischen PED und der Richtlinie für einfache Druckbehälter (SPVD)

Denken Sie daran: Ein einziger fehlender Prüfbericht kann die gesamte CE-Kennzeichnung ungültig machen.

FAQ PED 2014/68/EU

  1. Wann gilt die PED-Richtlinie?
    Antwort: Für alle Einrichtungen, die mit Druck über 0,5 bar arbeiten, unabhängig davon, ob es sich um Gas, Flüssigkeit oder Dampf handelt.


  2. Muss jede Komponente CE-gekennzeichnet sein?
    Antwort: Nein, nur die, die "druckhaltende Einheiten" sind. Aber das Gesamtsystem (Assembly) muss CE-gekennzeichnet sein, wenn es gebrauchsfertig ist.


  3. Welche Norm gilt für Druckbehälter?
    Antwort: EN 13445 (nicht strukturierte Druckbehälter) ist die am häufigsten verwendete harmonisierte Norm.


  4. Wie lange müssen Dokumentationen aufbewahrt werden?
    Antwort: Mindestens 10 Jahre, nachdem das Produkt auf den Markt gebracht wurde.

Druckhaltende Einrichtungen

PED (Pressure Equipment Directive) 2014/68/EU gilt für alle Produkte, die unter einem maximal zulässigen Druck von über 0,5 bar arbeiten - von Kesseln und Hydrauliksystemen bis hin zu Rohrleitungen, Ventilen und Tanks. Ziel ist es, Explosionen, Materialversagen und Austritte zu verhindern, die ernsthafte Unfälle verursachen können.

PED verlangt, dass Sie als Hersteller Ihre druckhaltenden Einrichtungen gemäß festgelegten Risikokategorien klassifizieren, konstruieren und mit dem CE-Zeichen versehen.

Pädagogische Übersicht - Grundlagen in PED

  1. Was umfasst die Richtlinie?

PED gilt für:

  • Druckbehälter (Tanks, Kessel, Akkumulatoren)

  • Rohrleitungen und Rohrsysteme

  • Sicherheitseinrichtungen (Ventile, Sensoren, Sicherheitsvorrichtungen)

  • Komponenten, die Druck ausgesetzt sind (Flansche, Verbindungen, Rohrteile)

Ausnahmen: Feuerlöscher, Fahrzeugkomponenten, Aerosoldosen und bestimmte Wärmetauscher.

Denken Sie so: Wenn etwas "Gas, Flüssigkeit oder Dampf unter Druck hält" - dann fällt es wahrscheinlich unter PED.

  1. Klassifizierung - wie das Risikoniveau bestimmt wird

PED unterteilt Ausrüstungen in Kategorien I-IV je nach:

  • Druck (PS)

  • Volumen (V)

  • Medium (Gas, Flüssigkeit, Dampf)

  • Gefährdungsgrad (Klasse A, B)


Kategorie

Risikoniveau

Bewertungsmethode

Anforderungen

SEP

Gute Ingenieurpraxis

Keine CE-Kennzeichnung (informell)

Dokumentation reicht aus

I

Niedriges Risiko

Eigenbewertung

CE-Kennzeichnung erforderlich

II

Mittleres Risiko

Benannte Stelle teilweise involviert

CE + Zertifikat

III

Hohes Risiko

Vollständige Qualitätskontrolle

CE + benannte Stelle

IV

Sehr hohes Risiko

Modul G/H - vollständige Systemprüfung

CE + Drittanbieter-Zertifizierung


Noex-Tipp: Die Kategorie steuert alles - von der Entwurfsmethode bis zur Dokumentation.

  1. CE-Kennzeichnung gemäß PED

Um gemäß PED CE-zu kennzeichnen, sind folgende Anforderungen notwendig:

  1. Klassifizierung des Produkts (Kategorie I-IV)

  2. Auswahl der Bewertungsmodul (A-H)

  3. Durchgeführte Risikobewertung

  4. Kontrolle und Prüfung

  5. Erstellung der technischen Dokumentation

  6. Konformitätserklärung

  7. Kennzeichnung mit CE und relevanten Informationen

Beispiel: "CE 0123" zeigt, dass das Produkt gemäß PED von einer benannten Stelle zertifiziert ist (0123 = TÜV SÜD)

  1. Dokumentationsanforderungen

Technische Unterlagen gemäß Anhang III müssen enthalten:

  • Zeichnungen und Materialspezifikationen

  • Berechnungsunterlagen (z.B. EN 13445 für Druckbehälter)

  • Test- und Inspektionsprotokolle

  • Risikobewertung (Explosion, Bruch, Korrosion)

  • Herstellungskontrolle und Qualitätsplan


Technische Übersicht - PED für Fachleute

Artikel 4: Abgrenzung und Anwendbarkeit

PED gilt für druckhaltende Einrichtungen und verbundene Systeme ("Assemblies").

Druck wird definiert als: "Der höchstzulässige Druck (PS), der vom Hersteller festgelegt wurde, ausgedrückt in bar."

Für Rohrleitungen gelten spezielle Tabellen in Anhang II, die die Kategorie abhängig von DN (Durchmesser), PS und Mediumtyp bestimmen.

Beispiel: Ein Rohrsystem DN100, PS = 15 bar, Gas - Kategorie III gemäß Tabelle 6.

Anhang I - Wesentliche Sicherheitsanforderungen

Anhang I legt 18 Anforderungsbereiche fest. Einige zentrale Beispiele:

  • 1.1 Allgemein: Ausrüstung muss während der vorgesehenen Lebensdauer sicher sein.

  • 2.2 Material: Nur zugelassene Materialien mit Zertifikat (EN 10204-3.1).

  • 3.1 Prüfdruck: Ausrüstung muss auf mindestens 1,43 x PS geprüft werden.

  • 4.2 Sicherheitsventile: Müssen gegen den Maximaldruck des Systems geprüft werden.

  • 5.2 Kennzeichnung: CE, PS, TS (Temperatur), Hersteller-ID und Jahr.

Beispiel - hydraulischer Akkumulator (Kategorie II)

Szenario: Ein gasgefüllter Akkumulator in einem Hydrauliksystem (PS = 250 bar, V = 2 Liter).
- Klassifizierung: Kategorie II, Gas unter Druck.
- Modul: B + D (Typprüfung + Qualitätskontrolle).

Der Hersteller muss:

  • Entwurfsberechnungen gemäß EN 14359 durchführen

  • Prüfdruck- und Lecktests durchführen

  • Mit CE und relevanter Info kennzeichnen:

    • CE 0477 250 bar / 2L / PED II / Ausgenommen Flüssigkeitsgruppe 2

  • Testprotokolle mindestens 10 Jahre lang archivieren

Qualitätsanforderungen

Für Kategorien III-IV ist ein Qualitätssystem gemäß ISO 9001 oder gleichwertig erforderlich, das von einer benannten Stelle geprüft wurde.

Es umfasst:

  • Materialkontrolle

  • Schweißverfahren (WPQR/WPS)

  • Zerstörungsfreie Prüfung (NDT)

  • Rückverfolgbarkeit


Folgen bei Nichteinhaltung der PED-Vorschriften

  • Verkaufseinschränkungen und Rückrufe

  • Austritts- oder Explosionsrisiken

  • Strafrechtliche Verantwortung im Falle eines Unfalls

  • Maßnahmen von Marktüberwachungsbehörden

  • Widrige Zertifikate

Beispiel: Im Jahr 2023 wurden mehrere Kompressoren in Deutschland zurückgerufen, da ihre geschweißten Behälter kein genehmigtes Materialzertifikat gemäß EN 10204 hatten.

Häufige Fehler, die zu vermeiden sind

  • Falsche Druckklassifizierung - insbesondere bei kleinen Volumen mit hohem Druck

  • Fehlen von Materialzertifikaten

  • Keine Verweisung auf die richtige Norm (z. B. EN 13445, EN 13480, EN 13486)

  • Unzureichende Prüfung oder fehlende Dokumentation

  • Verwechslung zwischen PED und der Richtlinie für einfache Druckbehälter (SPVD)

Denken Sie daran: Ein einziger fehlender Prüfbericht kann die gesamte CE-Kennzeichnung ungültig machen.

FAQ PED 2014/68/EU

  1. Wann gilt die PED-Richtlinie?
    Antwort: Für alle Einrichtungen, die mit Druck über 0,5 bar arbeiten, unabhängig davon, ob es sich um Gas, Flüssigkeit oder Dampf handelt.


  2. Muss jede Komponente CE-gekennzeichnet sein?
    Antwort: Nein, nur die, die "druckhaltende Einheiten" sind. Aber das Gesamtsystem (Assembly) muss CE-gekennzeichnet sein, wenn es gebrauchsfertig ist.


  3. Welche Norm gilt für Druckbehälter?
    Antwort: EN 13445 (nicht strukturierte Druckbehälter) ist die am häufigsten verwendete harmonisierte Norm.


  4. Wie lange müssen Dokumentationen aufbewahrt werden?
    Antwort: Mindestens 10 Jahre, nachdem das Produkt auf den Markt gebracht wurde.

Druckhaltende Einrichtungen

PED (Pressure Equipment Directive) 2014/68/EU gilt für alle Produkte, die unter einem maximal zulässigen Druck von über 0,5 bar arbeiten - von Kesseln und Hydrauliksystemen bis hin zu Rohrleitungen, Ventilen und Tanks. Ziel ist es, Explosionen, Materialversagen und Austritte zu verhindern, die ernsthafte Unfälle verursachen können.

PED verlangt, dass Sie als Hersteller Ihre druckhaltenden Einrichtungen gemäß festgelegten Risikokategorien klassifizieren, konstruieren und mit dem CE-Zeichen versehen.

Pädagogische Übersicht - Grundlagen in PED

  1. Was umfasst die Richtlinie?

PED gilt für:

  • Druckbehälter (Tanks, Kessel, Akkumulatoren)

  • Rohrleitungen und Rohrsysteme

  • Sicherheitseinrichtungen (Ventile, Sensoren, Sicherheitsvorrichtungen)

  • Komponenten, die Druck ausgesetzt sind (Flansche, Verbindungen, Rohrteile)

Ausnahmen: Feuerlöscher, Fahrzeugkomponenten, Aerosoldosen und bestimmte Wärmetauscher.

Denken Sie so: Wenn etwas "Gas, Flüssigkeit oder Dampf unter Druck hält" - dann fällt es wahrscheinlich unter PED.

  1. Klassifizierung - wie das Risikoniveau bestimmt wird

PED unterteilt Ausrüstungen in Kategorien I-IV je nach:

  • Druck (PS)

  • Volumen (V)

  • Medium (Gas, Flüssigkeit, Dampf)

  • Gefährdungsgrad (Klasse A, B)


Kategorie

Risikoniveau

Bewertungsmethode

Anforderungen

SEP

Gute Ingenieurpraxis

Keine CE-Kennzeichnung (informell)

Dokumentation reicht aus

I

Niedriges Risiko

Eigenbewertung

CE-Kennzeichnung erforderlich

II

Mittleres Risiko

Benannte Stelle teilweise involviert

CE + Zertifikat

III

Hohes Risiko

Vollständige Qualitätskontrolle

CE + benannte Stelle

IV

Sehr hohes Risiko

Modul G/H - vollständige Systemprüfung

CE + Drittanbieter-Zertifizierung


Noex-Tipp: Die Kategorie steuert alles - von der Entwurfsmethode bis zur Dokumentation.

  1. CE-Kennzeichnung gemäß PED

Um gemäß PED CE-zu kennzeichnen, sind folgende Anforderungen notwendig:

  1. Klassifizierung des Produkts (Kategorie I-IV)

  2. Auswahl der Bewertungsmodul (A-H)

  3. Durchgeführte Risikobewertung

  4. Kontrolle und Prüfung

  5. Erstellung der technischen Dokumentation

  6. Konformitätserklärung

  7. Kennzeichnung mit CE und relevanten Informationen

Beispiel: "CE 0123" zeigt, dass das Produkt gemäß PED von einer benannten Stelle zertifiziert ist (0123 = TÜV SÜD)

  1. Dokumentationsanforderungen

Technische Unterlagen gemäß Anhang III müssen enthalten:

  • Zeichnungen und Materialspezifikationen

  • Berechnungsunterlagen (z.B. EN 13445 für Druckbehälter)

  • Test- und Inspektionsprotokolle

  • Risikobewertung (Explosion, Bruch, Korrosion)

  • Herstellungskontrolle und Qualitätsplan


Technische Übersicht - PED für Fachleute

Artikel 4: Abgrenzung und Anwendbarkeit

PED gilt für druckhaltende Einrichtungen und verbundene Systeme ("Assemblies").

Druck wird definiert als: "Der höchstzulässige Druck (PS), der vom Hersteller festgelegt wurde, ausgedrückt in bar."

Für Rohrleitungen gelten spezielle Tabellen in Anhang II, die die Kategorie abhängig von DN (Durchmesser), PS und Mediumtyp bestimmen.

Beispiel: Ein Rohrsystem DN100, PS = 15 bar, Gas - Kategorie III gemäß Tabelle 6.

Anhang I - Wesentliche Sicherheitsanforderungen

Anhang I legt 18 Anforderungsbereiche fest. Einige zentrale Beispiele:

  • 1.1 Allgemein: Ausrüstung muss während der vorgesehenen Lebensdauer sicher sein.

  • 2.2 Material: Nur zugelassene Materialien mit Zertifikat (EN 10204-3.1).

  • 3.1 Prüfdruck: Ausrüstung muss auf mindestens 1,43 x PS geprüft werden.

  • 4.2 Sicherheitsventile: Müssen gegen den Maximaldruck des Systems geprüft werden.

  • 5.2 Kennzeichnung: CE, PS, TS (Temperatur), Hersteller-ID und Jahr.

Beispiel - hydraulischer Akkumulator (Kategorie II)

Szenario: Ein gasgefüllter Akkumulator in einem Hydrauliksystem (PS = 250 bar, V = 2 Liter).
- Klassifizierung: Kategorie II, Gas unter Druck.
- Modul: B + D (Typprüfung + Qualitätskontrolle).

Der Hersteller muss:

  • Entwurfsberechnungen gemäß EN 14359 durchführen

  • Prüfdruck- und Lecktests durchführen

  • Mit CE und relevanter Info kennzeichnen:

    • CE 0477 250 bar / 2L / PED II / Ausgenommen Flüssigkeitsgruppe 2

  • Testprotokolle mindestens 10 Jahre lang archivieren

Qualitätsanforderungen

Für Kategorien III-IV ist ein Qualitätssystem gemäß ISO 9001 oder gleichwertig erforderlich, das von einer benannten Stelle geprüft wurde.

Es umfasst:

  • Materialkontrolle

  • Schweißverfahren (WPQR/WPS)

  • Zerstörungsfreie Prüfung (NDT)

  • Rückverfolgbarkeit


Folgen bei Nichteinhaltung der PED-Vorschriften

  • Verkaufseinschränkungen und Rückrufe

  • Austritts- oder Explosionsrisiken

  • Strafrechtliche Verantwortung im Falle eines Unfalls

  • Maßnahmen von Marktüberwachungsbehörden

  • Widrige Zertifikate

Beispiel: Im Jahr 2023 wurden mehrere Kompressoren in Deutschland zurückgerufen, da ihre geschweißten Behälter kein genehmigtes Materialzertifikat gemäß EN 10204 hatten.

Häufige Fehler, die zu vermeiden sind

  • Falsche Druckklassifizierung - insbesondere bei kleinen Volumen mit hohem Druck

  • Fehlen von Materialzertifikaten

  • Keine Verweisung auf die richtige Norm (z. B. EN 13445, EN 13480, EN 13486)

  • Unzureichende Prüfung oder fehlende Dokumentation

  • Verwechslung zwischen PED und der Richtlinie für einfache Druckbehälter (SPVD)

Denken Sie daran: Ein einziger fehlender Prüfbericht kann die gesamte CE-Kennzeichnung ungültig machen.

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  1. Wann gilt die PED-Richtlinie?
    Antwort: Für alle Einrichtungen, die mit Druck über 0,5 bar arbeiten, unabhängig davon, ob es sich um Gas, Flüssigkeit oder Dampf handelt.


  2. Muss jede Komponente CE-gekennzeichnet sein?
    Antwort: Nein, nur die, die "druckhaltende Einheiten" sind. Aber das Gesamtsystem (Assembly) muss CE-gekennzeichnet sein, wenn es gebrauchsfertig ist.


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